Trockene, spannende Haut ist eines der häufigsten Hautthemen – besonders im Winter, bei häufigem Waschen oder mit zunehmendem Alter. Der Schlüssel ist zu verstehen, ob deine Haut Feuchtigkeit (Wasser) oder Lipide (Fett) braucht – meist beides.
Warum die Haut austrocknet
- Geschwächte Hautbarriere: zu heißes Wasser, aggressive Reiniger und trockene Heizungsluft entziehen der Haut Feuchtigkeit und Fette.
- Zu viel des Guten: häufiges Peelen oder starke Wirkstoffe (Retinol, Säuren) ohne genug Pflege.
- Alter & Genetik: die Haut produziert mit den Jahren weniger Talg und bindet weniger Wasser.
Die Wirkstoffe, die wirklich helfen
- Hyaluronsäure & Glycerin ziehen Feuchtigkeit in die Haut (Humectants).
- Ceramide, Squalan & Sheabutter bauen die Barriere auf und schließen Feuchtigkeit ein (Occlusives).
- Panthenol & Niacinamid beruhigen und stärken die Barriere.
- Urea (niedrig dosiert) bindet Wasser und glättet raue Stellen.
Die beste Kombi: erst ein feuchtigkeitsspendendes Serum auf leicht feuchte Haut, dann eine reichhaltigere Creme, die alles einschließt. Gut bewertete Produkte findest du in Gesichtspflege und bei den Seren.
Kleine Gewohnheiten, große Wirkung
Lauwarm statt heiß waschen, milde Reiniger nutzen, direkt nach dem Waschen eincremen (bei leicht feuchter Haut), und im Winter einen Luftbefeuchter aufstellen. Täglicher Sonnenschutz schützt die Barriere zusätzlich.
Halten die Beschwerden trotz guter Pflege an oder kommen Rötungen und Juckreiz dazu, kläre das dermatologisch ab – dahinter kann z. B. eine Neurodermitis stecken.
Quellen: American Academy of Dermatology (aad.org), DermNet NZ.